Motivation Produktivität

Aufschieberitis bei Selbstständigen

Prokrastination, innerer Schweinehund oder eben Aufschieberitis: in Deiner beruflichen Selbstständigkeit spielt dieses Verhalten eine besondere Rolle. Denn weder Regelstudienzeit noch Chefin, machen Dir Druck, Termine wirklich zu halten.  Zum Beispiel schiebst Du wichtige Geschäftsanrufe vor Dir her. Vermeidest vermutlich Verkaufen. Dringend notwendiges Outsourcen von zeitraubenden Tätigkeiten, die andere besser können, erscheint Dir zu kompliziert. Zusätzlich vernachlässigst Du Deine eigene digitale Content-Produktion und jedwedes Marketing.

Stattdessen erwischst Du Dich mitten zur produktivsten Arbeitszeit bei niedrigsten Haushaltstätigkeiten. Gehst bereitwilligst auf vermeintliche Anforderungen aus dem entfernteren Familienkreis ein, als müsstest Du Dich dort besonders profilieren. Zusätzlich konsumierst Du fragwürdige Medien- und Social-Media-Beiträge.

Und dann machst Du Dich dann auch noch fertig für Deine Unproduktivität. Das ist unnötige Selbstquälerei. Und dabei menschlich. Viel Leid kannst Du Dir allein durch die richtigen Fragen ersparen.

Aufschieberitis – woran erkenne ich die richtigen Fragen?

Sobald Du als Selbstständige oder Selbstständiger eine Arbeit angehst, die wirklich wichtig für Dein Business ist, gehen Dir wahrscheinlich viele Fragen durch den Kopf. Zum Beispiel: Muss das sein? Oder: Schaff ich das überhaupt? Vielleicht: Kann ich nicht einfach wieder eine Festanstellung bekommen? Wie blöd bin ich eigentlich? Kriege ich gleich einen Herzinfarkt? Ist das normal, sich so zu fühlen? Warum kriege ich das nicht hin? Wann wird das endlich besser?

Die meisten dieser Fragen sind nicht zielführend. Doch müssen meiner Ansicht nach seriöserweise zwei grundsätzliche Fragen geklärt werden. Zwei Ausschlussfragen. Einfach damit wir sie aus dem Kopf haben und uns derartige Gedanken guten Gewissens verbieten können

Aufschieberitis – Ausschlussfrage Nummer Eins

Hand auf’s Herz: Habe ich wirklich und wahrhaftig die Vermutung, dass mein Aufschieben das Symptom einer medizinisch ernstzunehmenden Depression sein könnte? Dann bitte umgehend einen Termin bei einem vertrauenswürdigen Arzt oder einer Ärztin oder einem/einer psychologischen Psychotherapeuten ausmachen. Bis dieser Termin stattfindet wieder zurück an die Arbeit, bis diese Vermutung abgeklärt ist. Dann ist das Thema entweder aus dem Kopf. Oder wird unterstützt, beziehungsweise: gelöst.

Aufschieberitis – Ausschlussfrage Nummer Zwei

Hat mein Schweinehund Recht? In anderen Worten: Ist das, was mir hier so schwer fällt, vielleicht wirklich nicht das, was mir hilft, meine Vision, beziehungsweise auch nur das Ziel zu erreichen? Denn in 20 Prozent aller Fälle hat, so der innere Schweinehund-Pionier Marco von Münchhausen, der Schweinehund tatsächlich recht. Dann kann und darf zum besseren Zeitpunkt verschoben oder sogar ganz gelassen werden. Dennoch darfst Du hier weiterlesen. Denn eins ist sicher: Du wirst Dich so oder so mit Deinem Aufschieben auseinandersetzen müssen. Da nützt auch und gerade Aufschieben nichts.

Eine völlig freiwillige jedoch sinnvolle Frage

 Hinter Prokrastination steht in vielen Fällen einfach Angst. Denn falls es Dir (noch) nicht gelingt, im Moment der notwendigen Aktion, tatsächlich das Denken auszuschalten, blockiert Dich etwas, das stärker ist als Dein Verstand. Nun sagen einerseits manche, dass Angst ohnehin eine Illusion ist. Einfach ein deutsches Wort, dass inzwischen weltweit als Ausrede benutzt wird. Wir müssten sie einfach loslassen. Andererseits sagen andere, dass die Angst als Teil unseres autonomen Nervensystems potentiell immer da ist.  Was dazu führt, dass wir jedesmal durchgehen müssen, um auf der anderen Seite der Angst, das zu finden, was wir wirklich wollen. Vielleicht haben beide Recht?

Gehen wir erstmal mit der letzten Definition der Angst: Der Sympathikus-Anteil des Nervensystems ist für Kampf, Flucht und Totstellen zuständig und schaltet die vorderen, entwickelteren Gehirnbereiche ab. Unser IQ wird durch Angst messbar niedriger!

Das bedeutet, dass gerade Selbstständige kompliziert wirkende Arbeitsschritte gut vorbereiten müssen, um die Durchführungschancen zu erhöhen. Deshalb die Frage: Was ist der nächste kleine durchführbare Schritt, den ich heute noch durchführen kann, um mein Ziel zu erreichen?

Aufschieben – Die Zeit wirklich nutzen

 Zusätzlich können Selbstständige, bei denen das Aufschieben geschäftswichtiger Tätigkeiten ja geschäftsschädigend wirkt, sich einmal anders mit dem inneren Widerstand auseinandersetzen. Um dann, wenn es wieder Ernst wird, einen effektiveren Zugang zu ihm zu haben. Mit ihm zu arbeiten statt gegen ihn. Dafür gibt es ein neues innovatives und bereits an Universitäten und mit Selbstständigen geprüftes Programm.

Falls Du Dich also das nächste Mal beim Aufschieben erwischst: Auf keinen Fall die Fenster putzen oder an den Kühlschrank gehen, sondern hierhin:

Mache dort den für Dich kostenfreien Minikurs, der Dir eine zielführende Frage individuell beantwortet. Weil die Antwort Dich und Dein Business zu mehr Innovation und Produktivität führt: Welche Farbe hat mein Schweinehund?