Motivation

Mindset – Storytelling zur eigenen Motivation

Mindset Storytelling für gute Starts
Mindset und Storytelling. Kombination zur Erhöhung der Erfolgschancen. Bild: ©depositphotos.com/SergeyNivens

Die Definition von Mindset (deutsche Übersetzung, wenn überhaupt: Mentalität) ist klar. Es geht um die geistige Haltung einer Person. Die Identifikationen, die Glaubenssätze und das von ihr angewandte Denken. Die Parallelen zum Storytelling sind auffällig.

Dynamisches Mindset und starres Mindset

Stanford-Professorin Carol Dweck, link  zu Carol Dwecks bekanntestem Vortrag, prägte die Begriffe Growth Mindset und Fixed Mindset ursprünglich im pädagogischen Zusammenhang.  Denn sie und ihr Team forschte, welche Art Feedback und Lob Kinder erfolgreicher lernen lässt. Eine tatsächlich entscheidende Rolle spielten dabei zwei Wörter. Noch nicht.

Mindset und die beiden Zauberwörter

Mit diesen Worten noch nicht wurde einerseits ein Kind, das bei einem Test durchgefallen war, darauf hingewiesen, dass Entwicklung erforderlich und möglich ist. Zum Beispiel, dass einfach noch etwas sorgfältigeres Lernen und Verstehen stattzufinden hat. Andererseits wurde ein Kind, das einen Test bestand, auf besondere Art gelobt.  Nicht für Intelligenz oder Talent, sondern für die Anstrengung, das Engagement, das es geleistet hatte.

Die Konsequenz von falschem Lob

So schön es für die Prinzessin oder den kleinen Prinzen auch sein mag, für ihre einzigartigen Gaben vergöttert zu werden, es bringt schon mittelfristig nichts. Denn sie werden oft dann genau das, was im Märchen Aschenputtels Schwestern vorgeworfen wurde: Faul und unerträglich. Letztlich passt dann auch der schönste Schuh nicht mehr!

Entwicklungs-Geschichten und Warn-Geschichten

Aschenputtel hingegen… Cinderella bildet sich nichts ein. Sie ist fleißig. Jedoch nicht blöd. Sie nimmt ihre Chancen war.  Der soziale Aufstieg ist nicht aufzuhalten. Zum Beispiel auch aufgrund wagemutigem Einschleichens auf Parties, zu denen sie nicht eingeladen war. Engagement führt zum engagement: Dem Königssohn, der nicht nur für Romantik, sondern letztlich auch für ihren möglichen weltlichen Einfluss steht. Ihre männliche Seite, ihre Handlungsfähigkeit.

Geschichten und fixed Mindset

Während Entwicklungsgeschichten zeigen, dass ein Held oder eine Heldin mit den Herausforderungen wachsen, zeigen Warngeschichten etwas anderes: Wie sich eine Figur, aus welchen Gründen auch immer, nicht ändern möchte oder kann. Das wird dann Tragödie genannt. Shakespeare gestaltete tragische Helden wie König Lear oder Richard III. Menschen, die nicht bereit sind, sich zu entwickeln. Mary Shelley entwickelte mit Frankenstein ein Beispiel für einen uneinsichtigen, sich selbst überschätzenden Wissenschaftler. Warngeschichten enden mit Tod und/oder Chaos. Wachstumsgeschichten hingegen haben ein Happy End.

Storytelling für Motivation und Produktivität

Um dem eigenen Mindset auf die Spur zu kommen, das gerade die eigenen Gedanken, Gefühle und Vitalfunktionen beeinflusst, hier vier hilfreiche Fragen:

1. Bin ich jetzt im Moment bewusstseinsmäßig in einer Geschichte gefangen?
2. Was für eine Geschichte möchte ich überhaupt mit meinem Leben erzählen?                                          3. Was ist der nächste Schritt dorthin?