Selbstmarketing

Selbstmarketing und Loslassen

Loslassen von alten Selbstmarketing-Traumen
Loslassen macht frei für Neues! ©Depositphotos/olenka-2008

Jeder und jede von uns hatte schon ungute, zumindest unangenehme, berufliche Erlebnisse. Und mindestens eine Peinlichkeit erlebt, die im weitesten Sinne mit „Selbstvermarktung“ im Zusammenhang stand. Dafür ein Beispiel: ein Gründer, Mitte 40, eines schnell groß gewordenen Start-Ups, getrieben und dabei hochsensibel, machte sich die Mühe, den Blog-Posts eines Konkurrenten zu kommentieren.  Denn der Inhalt schien ihm zu wichtig, als dass er seinen Ärger über dessen Meinung ignorieren wollte. Im Gegenteil: Völlig uncoole 20 Minuten verbrachte er schon auf der ihm nicht wirklich vertrauten Plattform. Denn er korrigierte den Entwurf seines brisanten Kommentars immer wieder. Hochkonzentriert, wie ihm schien. Bis er merkte, dass er alle von ihm verworfenen Wörter- und Satzvarianten nacheinander gepostet hatte. Der unverhältnismäßig lange Prozess hin zu einer brauchbaren Kommunikation war also für jeden sichtbar und nachzuvollziehen.

Der Preis der Peinlichkeit

Haben Sie ähnliches in Ihren Selbstmarketing- oder Selbstdarstellungs-Bemühungen erlebt? In dem dargestellten Fall konnte der eifrig emotionale Kommentator den Schaden eingrenzen. Mit einer Essenseinladung. Die wiederum dazu führt, dass der Autor, den er kommentiert hatte, alle Varianten des Kommentars löschte. Auch den ursprünglichen Beitrag übrigens. Und das Beste: Aus dieser Begegnung wurde, nach ein paar weiteren Treffen, eine Geschäftsfreundschaft.

Loslassen geht nicht immer von Heute auf Morgen. Denn es ist ein Prozess.

Was sind Ihre beruflichen Erlebnisse, die Sie am liebsten vergessen würden, doch noch nicht vergessen können? Von Seite 41-45 in dem Buch „Selbstmarketing für Schüchterne“ finden Sie Informationen und Übungen, um den Prozess des Verzeihens zu beginnen. Von dem, was Sie anderen vergeben möchten und dem, was Sie sich selber vergeben müssen. Und wer weiß, vielleicht können Sie dann schon bald, die ganze Angelegenheit transformieren, also in ihr Gegenteil verändern. Oder zumindest darüber lachen.

Denn jetzt ist die beste Zeit, die Vergangenheit hinter sich zu lassen: loszulassen, um unbeschwert und mit gestärktem Rücken aufrecht nach vorne zu schauen. Mit meinem beruflichen Hintergrund von Werbung, Körperpsychotherapie und Spielfilmregie unterstütze ich Sie dabei gerne.

Fragen und Anmerkungen sind jederzeit willkommen.

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