Körper und Geist Psychologie

Vor dem Ziele setzen

Das Ziel vom SelbstmarketingTatsächlich, Ziele haben einen schlechten Ruf: eine der grundlegendsten Studien, auf die sich seit Jahrzehnten  Selbsthilfeliteratur-AutorInnen beziehen, die ‚Yale-Studie‘ (manchmal auch ‚Harvard‘-Studie genannt) erwies sich als gefälscht bzw. nicht existent.

Die nicht existierende Studie enthüllt

In dieser vielzitierten angeblichen Studie stand, falls Sie das jetzt überhaupt noch interessiert, folgendes: 1953 hätten Wissenschaftler Abgänger der Universität gefragt, ob sie spezifische Ziele für ihre Zukunft schriftlich festgehalten hätten. Nur 3% hätten das bejaht, also: eigene Ziele gesetzt und aufgeschrieben. 20 Jahre später hätten die Wissenschaftler diese Personen wieder aufgesucht und festgestellt, dass diese 3% so viel persönliches Vermögen angesammelt hätten wie die restlichen 97% zusammen. Pustekuchen. Eine solche Studie gab es nie.

Und noch ein Argument gegen Ziele:

Was hilft es, wenn Ziele s-m-a-r-t (specific, measurable, achievable, realistic, time framed) formuliert sind, doch nicht saftig genug, sie überhaupt erreichen zu wollen?

Für introvertierte Personen kommt erschwerend hinzu, dass ihr Gehirn ohnehin eher strafvermeidend als belohnungsorientiert funktioniert. Können wir das Ziele setzen also gleich lassen? Nein, es ist immer sinnvoll, sich an eigenen Zielen zu orientieren, statt unbewusst an denen anderer. (Und ja: selbstverständlich gibt es auch gemeinsame Ziele.) Doch bevor Sie in die Zukunft flüchten, nehmen Sie sich etwas Zeit im Jetzt. In STORYdynamics, der Kunst seine eigene Geschichte zu ändern, kommt vor T, der Transformation, ohnehin S, die Situation. Schauen Sie sich um, wo Sie jetzt sind und was Sie bisher erreicht, erlitten und daraus gelernt haben. Erkennen Sie sich an. Für das, was Sie sind und für das, was Sie geleistet haben. Gerade die verborgenen Schätze sind besonders wertvoll. Deshalb: wagen Sie einen mutig entspannten Blick in die Vergangenheit und einen achtsamen in die aktuelle Gegenwart. Von da aus können Sie dann gestärkt und aufgerichtet mit neuen Kräften nach vorne schauen. Und Ziele setzen wenn und wie Sie wollen. Übungen für einen effektiv liebevollen Umgang mit den drei Zeitformen und so originelle wie effektive Techniken zur Zielfindung auch für Introvertierte, Hochsensible und Schüchterne finden Sie zum Beispiel hier.

Fragen und Anmerkungen sind jederzeit willkommen.

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Autor

Susanne Hake hat ihren Master of Fine Arts an der University of Southern California in Los Angeles erworben. Sie studierte bei Jack Lee Rosenberg 'Integrative Body Psychotherapy'. Sie arbeitete, festangestellt und selbstständig, als Texterin und Creative Director für internationale Werbeagenturen (Kastner&Partners, McCann-Erickson, TBWA). Und drehte zwischen 1998 und 2007 als Autorin und Regisseurin Spielfilme für ARD, ZDF und Sat.1 Ab 2008 entwickelte sie dann STORYdynamics®. Zunächst dafür, um Storytelling speziell an Werbeagenturen weiterzugeben. Später dann auch direkt für Unternehmen und Selbstständige. 2014 wurde das Sachbuch 'Selbstmarketing für Schüchterne' im REDLINE Verlag München veröffentlicht. Seit 2018 nimmt Susanne Hake, mit dem verfeinerten 5-Phasen-Prozess von STORYdynamics, auch den Schweinehundführerschein® ab. Hier geht es um Zielsetzung, Produktivität und den Umgang mit innerem Widerstand, dem inneren Schweinehund. Ziel ist es, dass Selbstständige und Teams ihre selbstgesteckten Ziele mit mehr Leichtigkeit erreichen.